Nicht nur, dass der TSV Wolfratshausen sich als Helfer für den München Marathon engagiert. Nein, auch Teilnehmer aus der TSV Leichtathletik-Abteilung gehen an den Start, um die Vereinsfarben zu vertreten.

 

Allem Voran Maryam Mayer (W40), die sich auf den längeren Strecken bestens zu Hause fühlt und sich akribisch auf diesen Lauf vorbereitet hatte. Sie ging das Rennen, nach einem Fehler des Veranstalters am Start (die Startgruppe wurde gestartet, jedoch der Block von Läuferinnen und Läufer war noch nicht in der Startposition angekommen), bewusst kontrolliert an. Sie war nach einer Anlaufphase gleich in ihrem Tempo und lief dies auch konstant. Begleitet vom TSV-Laufgruppentrainer Franz Leismüller ging sie die ersten 21km nach „Fahrplan“ an und konnte im aufgestellten Zeitplan den TSV-Versorgungsstand (Rosenheimer Platz) passieren. Leider verlor sich dann der Kontakt zwischen Trainer und Athletin, so dass sie sich alleine auf die letzten 15km machen musste. Dies gelang ihr hervorragend und so verpasste sie zwar das gewünschte Ziel von 3:30 Stunde um 1:58 Minuten, ließ sich davon aber nicht die Freude über das sehr gute Ergebnis nehmen. Das bedeutet den 6. Platz in der Altersklasse und den 46. Platz in der Frauenwertung des gesamten Marathons.

Ein weiterer Starter war Christoph Bronold (M50), der seinen ersten Marathon überhaupt lief. Er lief für den im Frühjahr überraschend verstorbenen Laufgruppenkollegen Johannes Hammrich. Er ließ das Rennen etwas lockerer Angehen und gruppierte sich bei ca. 4 Stunden Endzeit ein. Doch schnell merkte er, dass dieser Fahnenläufer wohl nicht so recht im Zeitplan lag und beschleunigte das Tempo, um wieder auf Kurs zu kommen. Er nahm sich die Zeit, bei den Versorgungsständen zu gehen, um die Verpflegung ohne Probleme aufnehmen zu können. Nach einer kleinen, größeren Pause bei seinen TSV-Kollegen am Versorgungsstand lief er wieder im gewohnten Tempo. Ab Kilometer 32 merkte er, dass „da noch was geht“ und beschleunigte bis ins Ziel kontinuierlich. Laut seiner Aussage, beflügelten ihn die Worte seines verstorbenen Kollegen Johannes und die von seinem Trainingspartner Ralf, die er sich immer wieder durch den Kopf gehen ließ. Seine sehr gute Zeit von 4:09:48 Stunden bei seinem Debüt bestätigte ihm, dass er trotz relativ kurzer Vorbereitungsphase alles richtiggemacht hatte.

Weitere Starter, die unter der Fahne des TSV Wolfratshausen starteten, waren Stefan Kieslinger (M40) und Simon von Dulong (M30). Stefan, der in der Turnabteilung aktiv ist, lief die 42,195km in sehr starken 3:24:46 Stunden. Simon, der schon öfters auch bei den Ultraläufern ausgeholfen und mittrainiert hatte, war noch etwas schneller unterwegs und erreichte nach 3:00:36 Stunden das Ziel im Olympiastadion.

In den Staffeln war neben Klaus Mannweiler, der mit seiner Staffel den sehr guten 2. Platz in der Staffelwertung gewann, auch noch unser TSV-Laufgruppenmitglied Lisa Protzer aktiv. Sie startete im Familien-Team und absolvierte einen Teilabschnitt der Marathonstrecke.

 

 

 

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